Kapitel 4 — Das verborgene Vermächtnis
Emilia Moretti
Das Arbeitszimmer ihres Vaters fühlte sich enger an, als Emilia es in Erinnerung hatte. Die massiven Bücherregale, die bis zur Decke reichten, schienen über ihr zu schweben, als hätten sie all die düsteren Geheimnisse der Familie Moretti in ihren verstaubten Bänden eingefangen. Der Zettel in ihrer Hand – „Traue niemandem. Nicht einmal mir.“ – schien schwerer zu werden, je länger sie ihn betrachtete. Die Worte, so einfach und doch so komplex, brannten sich in ihr Gedächtnis ein und ließen ihre Gedanken kreiseln.
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