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Liebesromane an einem Ort

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Novel

Linien der Sippe: Runensprung 4

Autor:Hanna Nordin
Alter:16+
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Zeitreise

Inhaltsangabe

Es ist Juni. Über der Bucht von Skjoldheim liegt ein Hügel mit elf Männern darin und ein Stein mit drei Wörtern: Sie sind angekommen. Quer über den Platz läuft der graue Weg, zwei Schritt breit, auf dem das Gras immer eine Handbreit hinterher ist und den das Dorf zuletzt mäht. Hanna Berger geht ihn alle neun Tage mit der Knotenschnur ab und schreibt drei Zahlen auf einen Streifen Birkenrinde, seit vier Jahren, und seit dem Frühjahr sind die Zahlen dieselben. Dann findet ein Junge auf dem Hügel etwas Weißes, Glattes, an einer Ecke Gelochtes, auf dem gedruckte Buchstaben stehen. Hanna kennt solche Zettel. Man hängt sie an Fundtüten, damit später jemand weiß, wo ein Ding herkam. Dieser hier ist sauber und nicht ausgeblichen, und die Jahreszahl darauf liegt einunddreißig Jahre nach dem Regennachmittag im Oktober, an dem sie selbst in eine Höhle unter Draugaskär gestiegen und nicht wieder herausgekommen ist. Neun Jahre lang ist alles, was diese Küste bekommen hat, herausgekommen wie Wasser aus einem Boot. Das hier ist nicht geleckt. Auf dem Hügel steht eine Fläche, auf der das Gras trocken bleibt, während ringsum jeder Halm Tau trägt, und sie wird jeden Tag größer. Und ein Pflock, den niemand eingeschlagen hat, steht senkrecht im Boden und trägt einen Namen: Reimers. Tausend Jahre entfernt sitzt ein Doktorand in einem Museumssaal vor einer Vitrine und liest zum zweihundertsten Mal ein Schild, auf dem steht, die untere Inschrift sei ein neuzeitlicher Zusatz. Markus Ahlgren hat vier Jahre lang alles aufgeschrieben und nichts davon geglaubt. In der Manteltasche trägt er ein Stück Messing mit neun eingefrästen Mustern, und am Rand eines Kapitelentwurfs hat er ein Wort eingekreist: Runensprung. Er hat es an elf Stellen versucht, zwei Jahre lang, und nichts ist passiert — nur einmal, auf dem Planum eines Bootsgrabes, ist ihm die Hand kalt geworden. Am neunzehnten Juni steigt er dort noch einmal hinunter. Und als er danach im nassen Gras einer Nacht sitzt, die viel zu hell ist, schreibt er mit klammen Fingern eine Uhrzeit auf und darunter einen Satz, den er zwölf Tage später durchstreichen wird: Rückweg steht offen. Vierter und letzter Band der Reihe um Hanna Berger und Skjoldheim.