Kapitel 4 — Schicksalhafte Begegnung
Zwischen Weihnachten und Neujahr fiel die Wintersonne so flach in den Hof des Krankenhauses Moabit, dass der kahle Baum in der Mitte einen Schatten bis an die gegenüberliegende Mauer warf. Liesel stand am Fenster des Umkleideraums und band sich eine Schürze um, die für eine größere Frau genäht worden war.
Ihre Mutter hatte das Krankenhaus unpassend genannt. Friedrich hatte es passend gefunden. „Eine Offiziersfrau im Lazarettdienst macht sich gut“, hatte er beim Frühstück gesagt und weitergelesen. Er hatte nicht gefragt, in welchem Krankenhaus, und nicht, was sie dort tun würde.
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